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Soldatenfliegenlarven

Die Soldatenfliege, Hermetia illucens bzw deren Larven können in der Aquaponik als Lebendfutter für viele Fischarten dienen. Ursprünglich aus Amerika stammend, kommen sie heute weltweit vor allem in wärmeren Regionen wie Südeuropa vor. Sie können als Eier oder lebende Larven im Zoofachhandel erworben werden. Die Maden werden auch an Reptilien verfüttert.

Im Handel werden sie unter einer Vielzahl jeweils geschützter Markennamen vertrieben, beispielsweise Phönix-Wurm bzw. Phoenix Worms, Soldier Grub, ReptiWorm oder CalciWorm,

LebenszyklusBearbeiten

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Soldatenfliege

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Paarung

Die Maden schlüpfen aus Eiern, die die Fliegenweibchen in der Nähe einer Futterquelle gelegt haben. Zu Beginn sind sie etwa 1-1,5 mm groß und beginnen sofort zu fressen. Nach einigen Wochen haben sie eine Größe von etwa 2 cm.

Zu diesem Zeitpunkt verlassen sie instinktiv den Kompost und suchen sich einen geschützten, trockenen Platz, um sich zu verpuppen und zur fertigen Fliege zu verwandeln.

Die Soldatenfliege selbst nimmt keinerlei Nahrung mehr auf, sondern sucht nur noch einen Partner zur Fortpflanzung. Nach der Paarung legt das Weibchen einige hundert Eier ab und stirbt bald, ebenso das Männchen.

ZuchtBearbeiten

Die Larven der Soldatenfliege ernähren sich im Larvenstadium von verrottendem organischem Material. Durch die Zucht kann Fischfutter gewonnen und gleichzeitig Grünabfälle aus dem Pflanzenanbau und zusätzlich Küchenabfälle wie Kaffeesatz verwertet werden.

Eine gut etablierte Kolonie von um die 1000 Tieren kann im Gegensatz zum klassischen Komposthaufen sogar gekochte Speisereste und Fleisch verwerten, ohne Schädlinge wie Ratten anzuziehen, da das Material schnell und geruchsarm zersetzt wird. Neben den Larven als Futtermitel wird wertvoller Humus zur Verwendung im Garten oder für Zimmerpflanzen gewonnen.

ZuchtbehälterBearbeiten

right|thumb|Zuchtbehälter selbst gebaut. Teil 1 von 2| Ein Zuchtbehälter sollte gut verschlossen sein, damit die Larven nicht flüchten können, gleichzeitig muss eine Entlüftung und eine Drainage vorhanden sein.

Wird der Kompost zu nass, bilden sich sauerstoffarme Bereiche, in denen sich anaerobe Bakterien ansiedeln, die einen unangenehmen Geruch im Kompost erzeugen. Im Normalfall gibt es keine unangenehmen Gerüche aus einem Zuchtbehälter, er kann auch in der Wohnung aufgestellt werden

Wird der Zuchtbehälter mit einer Rampe ausgestattet, die in einen trockenen Sammelbehälter führt, ernten sich die fertig entwickelten Larven quasi selbst, da sie zur Verpuppung den Kompost verlassen. Die Vorpuppen können dann direkt verfüttert oder zur Vorratshaltung eingefroren werden. An einer trockenen Stelle, z.B.unter dem Deckel sollte etwas Wellpappe oder ähnliches Material eingebaut werden, da die Fliegen vorzugsweise in den geschützten Hohlräumen ihre Eier legen.

Im Handel sind Zuchtbehälter wie der BioPodTM erhältlich. Wenn man das Prinzip verstanden hat,kann man die Larven aber auch in Heimchenboxen oder eigenen, dem BioPod ähnlichen Nachbauten halten.

Bei Aufstellung im Freien kann es sein, dass wildlebende Soldatenfliegen den Bestand wieder auffüllen und im Behälzter Eier legen. Wenn der Eimer im Innenraum steht, tut man gut daran, hin und wieder einigen Exemplaren Verpuppung und Paarung zu ermöglichen, damit regelmäßig neue Eier gelegt werden.

Kombination mit KompostwürmernBearbeiten

Siehe Kompostwurm

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