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Kokosfaser

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Dieser Artikel oder Abschnitt basiert auf dem Artikel „Kokosfaser“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 11.7.2011 (Permanentlink) und steht unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC-BY-SA 3.0). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Als Kokosfasern, auch bekannt als Coir, werden die Fasern bezeichnet, die aus der äußeren Umhüllung der Kokosnuss, dem Mesokarp, gewonnen werden. In der Hydrokultur sind sie zur Verwendung als Substrat z.B. zur Anzucht geeignet

Gewinnung Bearbeiten

Aus der Kernumhüllung der Früchte werden die Fasern gewonnen. Der Faseranteil des Materials beträgt zunächst zwischen 32 und 44 %. Zur Verrottung des enthaltenen Pektins, wird das Material mehrere Monate im Wasser gelagert. Danach können die Fasern gelöst und nach Bedarf sortiert werden.

Eigenschaften Bearbeiten

Verarbeitungsfähige Kokosfasern bestehen zu 45 % aus Lignin und zu 44 % aus Zellulose. Die Fasern sind unempfindlich gegen Pilz- und bakteriellen Befall und können monatelange Feuchte überdauern ohne sich zu zersetzen. Die Fasern besitzen eine Dichte von ca. 1,15 g/cm³.

Verwendung als Substrat Bearbeiten

Datei:Cocos.png

Kokosfasern, die als Pflanzsubstrat Verwendung finden, werden zu Blöcken bzw Briketts verdichtet im Handel angeboten.

Dieses Brikett wird in einem Eimer Wasser eingeweicht, und quillt dadurch sehr stark auf. Das Ergebnis ist ein erdähnliches Substrat, rein biologisch und strukturstabil. Im Laufe der Jahre besteht allerdings die Möglichkeit das es sich zersetzt.

Das Material speichert die Feuchtigkeit sehr lange, so dass es nicht täglich gegossen werden muss.

Weitere Erzeugnisse aus Kokosfasern Bearbeiten

Kokosfasern dienen auch der Herstellung von Seilen, Matten, Teppichen und Wandverkleidungen. Zentrum der Kokosfaserindustrie ist Sri Lanka.

Andere große Produktionsstätten finden sich entlang der Küstenregionen der feucht-tropischen Gegenden Asiens, wie zum Beispiel den Philippinen, Indonesien, Malaysia oder Indien.

Fasern von reifen und vollreifen Früchten haben einen höheren Holzanteil, lassen sich daher nicht verspinnen und werden als Füllmaterial für Matratzen und Polster oder zur Wärmedämmung verwendet. Des weiteren werden die Fasern im Fahrzeugbau, für Fußmatten, Hüte, Körbe, Teppiche, Matratzenfüllungen, kunsthandwerkliche Arbeiten und zur Wärmedämmung eingesetzt. Aufgrund ihrer Feuchtebeständigkeit werden Kokosfasern auch als Geotextilien für den Erosionsschutz und als torffreies Pflanzsubstrat im Gartenbau verwendet.

Seit kürzerer Zeit werden Kokosfasern auch als Verstärkungselemente für Naturfaserverstärkte Kunststoffe eingesetzt.

Literatur Bearbeiten

  • Amar K. Mohanty, Manjusri Misra, Lawrence T. Drzal, (Hrsg.): “Natural fibers, biopolymers, and biocomposites”, Taylor & Francis Group, Boca Ranton, FL 2005, ISBN 084931741X
  • S.K. Batra: “Other Long Vegetable Fibers, Abaca, Banana, Sisal, Henequen, Ramie, Hemp, Sunn, Coir” in Menachem Lewin (Hrsg.): in Handbook of Fiber Chemistry, CRC Press, 2007, ISBN: 9780824725655

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