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Forelle.jpg

Forelle, salmo trutta

Die Forelle (Salmo trutta) ist eine Fischart aus der Gattung Salmo in der Familie der Lachsfische (Salmonidae). Sie kommt im Atlantik, in der Nord- und Ostsee, von Spanien bis Island und Westrussland vor, sowie in vielen angrenzenden Flüssen und Seen Europas.

Nach der Lebensweise werden drei Formen unterschieden: die wandernde Meerforelle sowie die zeitlebens im Süßwasser verbleibenden Formen der Seeforelle und Bachforelle.

Etymologie Bearbeiten

Der deutsche Name „Forelle“ ist in dieser Form seit dem 16. Jahrhundert nachgewiesen; er leitet sich über das mittelhochdeutsche forhele vom indogermanischen Stamm perk- mit der Bedeutung „gesprenkelt, bunt“ ab.

Lebensweise Bearbeiten

Im Süßwasser bevorzugen Forellen kalte Flüsse, Seen und Bäche und ernähren sich vor allem von Wasserinsekten, aber auch von fliegenden Insekten.

Wie die Lachse weisen Forellen in der Laichzeit eine auffällige Färbung auf. Zwischen Oktober und März werden von den Weibchen etwa 10.000 Eier am Gewässergrund abgelegt und mit Kies bedeckt.

Merkmale Bearbeiten

Forellen haben den typischen spindelförmigen, seitlich nur mäßig abgeflachten Körperbau der Forellenfische. Sie sind kräftiger gebaut als der nah verwandte Atlantische Lachs (Salmo salar). Der Kopf ist relativ groß, das Maul reicht bis hinter das Auge und weist kräftige Zähne auf. Beim Männchen ist es in der Laichzeit zu einem Haken verformt.

Die Schuppen sind allgemein klein. Entlang des Seitenlinienorgans sitzen 120 bis 130 runde, sich überlappende Schuppen, deren Größe sich von denen darüber und darunter nicht unterscheidet. Zwischen der Seitenlinie und der Fettflosse liegen 13 bis 16 Schuppen. Rücken- und Bauchflossen liegen etwa in der Körpermitte.

Der Schwanzstiel ist relativ hoch und seitlich abgeflacht. Bei kleineren Tieren ist die Schwanzflosse leicht eingebuchtet, bei Individuen mit über 20 Zentimeter Länge meist fast gerade endend.

Bachforelle Stadtbach.JPG

Gut getarnte Bachforelle in einem kleinen Gewässer.

Die Färbung ist innerhalb der Art sehr variabel und verändert sich im Laufe des Lebens eines Tieres meist, wobei sie sich langsam der Färbung des Gewässergrundes anpassen kann. Ausgewachsene Tiere sind meist am Rücken sehr dunkel schwärzlich oder bräunlich, mit mehr oder weniger hellem, weißlich oder gelblich-silbrigem Bauch. Jungtiere sind meist heller gefärbt mit silbern glänzenden Flanken. Bei Bachforellen ist die Grundfärbung sehr variabel und meist dem Gewässeruntergrund gut angepasst.

Systematik Bearbeiten

Die Systematik der Forelle ist unklar bzw umstritten. In der klassischen Systematik Carl von Linnés wurde die Forelle in folgende Unterarten unterteilt

  • Meerforelle (Salmo trutta trutta)
  • Seeforelle (Salmo trutta lacustris)
  • Bachforelle (Salmo trutta fario)

Da die drei Formen aber weder in der Verbreitung, noch in der Fortpflanzung oder in ihren Merkmalen klar voneinander getrennt sind, wird diese Einteilung heute wissenschaftlich meist verworfen, zu wirtschaftlichen Zwecken der Aquakultur bzw Aquaponik ist sie aber ausreichend.

Die Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss) ist keine Form der Forelle und nur entfernt mit dieser verwandt.

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